Reuchelheim und Weiler Marbach

Bild Volker Müllerklein

Reuchelheim mit dem Weiler Marbach und den Gutshöfen Ebenroth und Erlasee ist ein altes Bauern- und Winzerdorf am Mittellauf der Wern. Es hat eine Gemarkung von 863 ha. Ebenso wie die Nachbarorte wurde es zwischen 500 und 700 n. Chr. durch die Franken besiedelt.

Den Grundstock bildeten sieben Freihöfe. Das Recht auf Freiholz ist heute noch erhalten. Andere Quellen sprechen von einer Gründung durch den Ritter Ruchilo, die Namen Ruchiloheim, Ruchelum, Ruchelheim und Reuchelheim sollen dies belegen. 907 wurde Reuchelheim das erste Mal urkundlich genannt, ein gewisser Lichtenstein hatte das Dorf Pfandweise inne, ab dem 16. Jh. gehörte Reuchelheim zum Zehntgericht Arnstein. 1797 brannte es größtenteils ab, es bestand damals aus 59 Häusern. Die katholische Kirche ist St. Johannes Baptista geweiht und ist Filialkirche zu Müdesheim. Sie wurde 1750 erbaut und 1904 restauriert. Die einheitliche Ausstattung aus der Erbauungszeit gehört zu den guten Erzeugnissen der Rokokokunst der Gegend. Hinter der Kirche wurde ein Felsengrab mit Schwert und Schmuck entdeckt. Frühgeschichtliche Grabfunde kamen beim Bau einer Scheune zu Tage.

Der Weinbau war in Reuchelheim besonders heimisch. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er wieder aufgenommen. Der Reuchelheimer Wein, der heute unter der Kleinanlagenbezeichnung "Arnsteiner Bischofsberg" vermarktet wird, erfreut sich großer Beliebtheit.

1974 wurde auch Reuchelheim in die Stadt Arnstein eingemeindet. Neu ausgewiesene Baugebiete, der Bau des Sportheims, ein neues Feuerwehrgerätehaus sowie die Anlage von Spiel- und Sportplatz kamen durch die Initiative der Reuchelheimer Bürgerinnen und Bürger zustande.

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Bild Volker Müllerklein

Der kleine, ruhige Weiler Marbach gehört zum Stadtteil Reuchelheim und hat ca. 70 Einwohner.

 
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